Willkommen im prezzemoloclub
Hallo, willkommen im prezzemoloclub.
Prezzemolo ist das italienische Wort für Petersilie. Bei unserem letzten Rom-Aufenthalt fiel mir mit einem Mal auf, was ich immer schon gegessen und unbewußt immer mitgeschmeckt hatte, aber niemals so bewußt: Petersilie. Um genau zu sein, Blattpetersilie.
Plötzlich begriff ich die Bedeutung dieses wunderbaren Krauts und seine hintergründig-abrundenden Vervollkommnungseigenschaften. In Kombination mit einem guten Öl, Pfeffer, Salz und ein paar frischen Tomaten braucht man noch nicht mal Knoblauch, um z.B. eine Nudel mit ein paar Muscheln zu einem wunderbar abgerundeten Essen werden zu lassen. Abgesehen von den kulinarischen Eigenschaften, hat sich inzwischen herumgesprochen, dass man den Knoblauchgeruch am nächsten Tag mit dem gleichzeitigen Einsatz von Petersilie entscheidend eindämmt.
Petersilie gibt dem Einfachen den genialen touch, der den Eindruck eines vollkommenen Essens geben kann. Es braucht einfach nicht mehr. Fisch grillen, salzen, Petersilie drüber streuen und fertig – gut Wein macht die Sache dann richtig rund. Die vielen neu entdeckten Möglichkeiten, die sich aus der Vorstellung ergaben, wieviele bisher ohne Petersilie gekochte Rezepte hierdurch in neue Dimensionen zu erheben wären, plötzlich aufblitzen zu sehen – das kam schon einem kleinen kulinarischen Erweckungserlebnis gleich; was liegt also näher, als den Blog danach zu nennen.
Wenn man ein bischen recherchiert, findet man neben der Geschichte auch einige Kuriositäten über das Gewächs und seine Anwendungen. Die reicht zurück bis in die Antike, bei der die Petersilie bei Umzügen genossen der Trunkenheit vorbeugen sollte. Hierzu gibt es allerdings viele Seiten im Netz.
Die Streifzüge durch die diversen foodblogs machten mir schon seit geraumer Zeit mehr Appetit, nicht nur als Inspiration für die eigene Küche, sondern auch darauf, selbst einen in die Welt zu setzen. So werde ich ab heute von Zeit zu Zeit alles was im weitesten Sinn mit Essen und Trinken – und nicht allein mit Petersilie – zu tun hat hier bloggen.
Bis dahin
prezzemolo
Dann bin ich doch gespannt… Obwohl ich auf den Knoblauch nur ungern verzichte… und freue mich nicht nur auf den “Eindruck eines vollkommenen Essens”…